21.07.2017, von Peter Buß

Sieben Ortsverbände, sechs Stationen, ein Sieger

Stetten am kalten Markt.

Am Samstag traten die Bergungsspezialisten aus sieben THW-Ortsverbänden des Geschäftsführerbereiches Tübingen in einem Wettkampf auf dem Truppenübungsplatz Heuberg gegeneinander an. In Disziplinen wie Fahrzeugbergung, Deichsicherung oder der Beseitigung von Sturmschäden, galt es den besten Ortsverband der Region zu küren.

Die über 90 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Bergungsgruppen der THW-Ortsverbände Albstadt, Hechingen, Münsingen, Ofterdingen, Reutlingen Rottenburg und Tübingen trafen sich auf dem fast 50 Quadratkilometer großen Truppenübungsplatz bei Stetten am kalten Markt zum sportlichen Kräftemessen.

Ein breites Einsatzspektrum

Die Organisatoren der THW-Geschäftsstelle Tübingen und ihre Unterstützter hatten auf dem riesigen Übungsgelände der Bundeswehr fünf ganz unterschiedliche Einsatzszenarien aufgebaut, jeweils in doppelter Ausführung, in denen sich die Spezialisten der Bergungsgruppen aus den sieben Ortsverbänden beweisen mussten.

Nach einem Theorietest mit über 20 Fragen, galt es an den einzelnen Stationen die Theorie in die Praxis umzusetzen. Die Ehrenamtlichen mussten umgestürzte Lastwagen wieder aufrichten, beschädigte Gebäude mit dem Einsatz-Gerüstsystem (EGS) abstützen, mit Sandsäcken einen Deich sichern, nach einer Gasexplosion verletzte Personen in mehreren Gebäuden zunächst finden und dann retten und Fahrer aus Autos retten, die in einem Sturm verunfallt waren.

Auch bei Schwierigkeiten gilt „Safety first“

Bei ihrer schweißtreibenden Arbeit wurden die Helferinnen und Helfer vor zahlreiche zusätzliche Schwierigkeiten gestellt – Baumstämme die im Sturm die Windschutzscheiben von Autos durchschlagen hatten und die Fahrer einklemmten, aufdringliche Gaffer, die die Rettung von Verletzten störten oder Verletztendarsteller, hier wurde das THW vom Deutschen Roten Kreuz unterstützt, die sich unter Schock stehend nicht helfen lassen wollten und zu flüchten versuchten.

Die ehrenamtlichen Schiedsrichter hatten an allen Stationen ein waches Auge auf die Einsatzkräfte und notierten genau, wo besonders gut gearbeitet wurde oder auch, wo etwas nicht so lief wie es sollte.

  • Wurde vor der Bergung verletzter Fahrzeuginsassen geprüft ob die Autobatterie abgeklemmt ist und die Airbags ausgelöst hatten, damit sie nicht während der Rettung losgehen?
  • Hatten alle Helferinnen und Helfer die korrekte Schutzausrüstung angelegt?
  • Wurden die unterschiedlichsten Werkzeuge und Hilfsmittel, von der Kettensäge bis zum Schleifkorb, korrekt eingesetzt?

Neben der Erfüllung des Einsatzauftrages und der Rettung der Opfer, hat die Sicherheit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte im THW immer oberste Priorität. Entsprechend genau achteten die Schiedsrichter daher auch darauf, ob der Eigenschutz der Helferinnen und Helfer im Eifer der Rettung funktionierte – Fehler bedeuteten auch hier Punktabzug.

Knapper Sieg

Letzten Endes schlugen sich alle Teams ausgezeichnet, gewinnen konnte aber nur eines. Am Ende setzten sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes Ofterdingen gegen die starke Konkurrenz durch.

Den Sieg feierten die glücklichen Teams in der Albkaserne bei einem Grillfest, bevor sie am Sonntagmorgen die Heimreise antraten.


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