ESS GSt. Tübingen

1. Aufgaben

Die Aufgabe des ESS ist die Sicherung und Überwachung von angeschlagenen oder einsturzgefährdeten Gebäuden und Konstruktionen. Weiterhin ist die Überwachung von geologischen Formationen (Berge und Berghänge) sowie von Objekten aus dem Tiefbau (Stützwände, Tunnel etc.) und wasserwirtschaftliche Bauten (Deiche) möglich. Weiterhin unterstützt der ESS-Trupp andere Fachgruppen des THW, zum Beispiel die Fachgruppe Brückenbau beim Aufmaß, Planung und Bau von Behelfsbrücken.

Das ESS soll vorrangig zur Sicherung von Einsatzkräften im Einsatz genutzt werden, kann aber ebenso einsatzabhängig zum Schutze der Zivilbevölkerung oder in Amtshilfe eingesetzt werden. Auch ein gleichzeitiger Betrieb mehrerer Systeme an einem Einsatzort ist möglich. Es sind bereits zwei ESS zur Erprobung im THW vorhanden gewesen, die unter anderem schon beim Einsturz der Eislaufhalle in Bad Reichenhall und des Kölner Stadtarchives eingesetzt wurden.

Der ESS Trupp der GSt. Tübingen setzt sich zusammen aus Helfern der Ortsverbände Münsingen, Ofterdingen und Tübingen.

 

2. Einsatztaktik

Know how und Präzision

  • Millimetergenaue dreidimensionale Erfassung kritischer Punkte auch auf mehrere hundert Meter Entfernung
  • Ausgabe in Form von Verlaufsgrafiken mit Vergleich zu Referenzpunkten oder als Vektordarstellung
  • Anbringung der Reflektoren durch Kleber (auch bei Nässe und Minusgraden) oder Schrauben
  • Sogar im Hochgefährdungsbereich sind (reflektorlose eindimensionale) Messungen möglich

 

Information in Echtzeit

  • Messungsergebnisse im Sekundentakt für die Sicherheit der Einsatzkräfte
  • Automatisierte Warneinrichtung bei Erreichen der eingestellten Messwert-Limits
  • Unterstützung bei der Messwert-Interpretation durch Spezialisten im ESS-Team
  • Datenanalyse per Funkübertragung und damit vom Messgerätestandort unabhängig

 

3. Einsätze des ESS Trupps der GSt. Tübingen

  • Hangrutsch-Überwachung im Höllentahl
  • Einsatzunterstützung anderer ESS-Trupps
  • Hangrutsch-Überwachung bei Ratshausen